T3CON 2015 – TYPO3 Konferenz Amsterdam

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T3CON 2015 Amsterdam

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Die TYPO3 Agentur aus Stuttgart war auf der TYPO3 Konferenz 2015 in Amsterdam. Es gab viele interessante Vorträge und Ankündigungen über die Pläne und Ziele für TYPO3. Viel Spaß beim Lesen!

Wie schon im letzten Jahr übernimmt die Anmoderation Javier Salas, Geschäftsführer von anders und sehr und Vorstand der Pluswerk AG.

Wir freuen uns auf zwei großartige Tage und auf eines der Highlights. Die Verleihung des TYPO3 Awards 2015.

T3CON 2014 Berlin - anders und sehr moderiert

Keynote - Think beyond digital transformation

T3CON 2015 Amsterdam - Keynote von Alain Veuve

Die Konferenz wurde von Alain Veuve mit dem Thema „Think beyond digital transformation“ eröffnet. Er erwähnt Ray Kurzweil, nach dem technischer Fortschritt exponentiell verläuft. Als ein Beispiel dafür führt er die Entwicklung der Rechenleistung seit 1900 auf. Wir stehen kurz davor, die Rechenleistung eines Mäusegehirn in unseren Computern zu haben. Im Jahr 2023 wird die Rechenleistung eines Menschlichen Gehirns wenn die Entwicklung so weitergeht für 1000$ zu kaufen sein, 2037 für einen cent. Gleichzeitig verläuft die Bevölkerungsentwicklung, unterstützt von moderner Medizin, ebenfalls exponentiell. Die Entwicklung geht Hand in Hand.

In den letzen hundert Jahren hat sich unser Alltag wegen technischer Innovationen dramatisch und schnell verändert. Alain hat beispielsweise drei Wochen lang in Europa nur mit Apple Pay bezahlt – genau wie im Film „Back to the future“ mit einem Fingerabdruck. Er unterstützt diese Aussage mit anderen Beispielen wie Smart TVs und Augemented Reality Apps. Fazit: Menschen tendieren dazu, den Fortschritt kurzfristig zu überschätzen, langfristig aber zu unterschätzen. In den nächsten zwanzig Jahren wird sich die Welt nochmals so ändern wie in den letzten 100 Jahren.

Alain geht davon aus, dass wir in der Zukunft ganz anders mit Computern umgehen und interagieren werden. Als Beispiel dafür führt er Glühbirnen an. Vor hundert Jahren wurden diese vom Menschen mit dem Lichtschalter gesteuert. Heute schon ist es möglich, dass sich die Glühbirnen selbst steuern, z.B. wenn man den Raum betritt. Mit Computern wird es in Zukunft ähnlich sein: nicht wir werden sie steuern, sie werden das teilweise selbst übernehmen. Noch weiter gedacht werden wir Computer in Zukunft noch nicht einmal erkennen – sie werden im Hintergrund funktionieren.

Die Menschheit steht immer noch am Anfang der digital Disruption. Sie wird kommen. Sie wird dramatisch. Wir wissen noch nicht genau, wie genau sie aussehen wird. Alle Unternehmen müssen sich heute mit der Frage beschäftigen, wie das Geschäft unter diesem Vorzeichen in 20-30 Jahren aussehen wird. Denn Wettbewerber, die neue Technologien einsetzen, werden bessere Lösungen anbieten. Wie besteht ein Unternehmen in einem solchen Umfeld? Unternehmen müssen zu agilen Unternehmen werden (was aber nichts mit Scrum zu tun hat). Im Spannungsfeld aus Technologie, Gesellschaft und Business müssen agile Unternehmen alle Antennen ausfahren, um solche Veränderungen frühzeitig zu antizipieren. Und eine Unternehmenskultur schaffen, die solche Veränderungen begrüßt.

How to set up your bug tracking workflow

T3CON 2015 Amsterdam - How to set up a bug tracking workflow

Thomas Peham von Usersnap gibt ein paar internas über "Do's and Don'ts" beim Umgang mit Bugs. Er geht auf die Probleme von Bugs ein und wie man damit am besten umgehen kann.

In den letzten Jahren gab es große Veränderungen in der Entwicklung von Web-Projekten. Die Art wie wir Bugs verwalten ist aber gleich geblieben. Hier setzt der Vortrag von Thomas an und zeigt in vier Schritten worauf man achten sollte.

Schritt 1: Regeln definieren
Was ist ein Fehler und was nicht? Wie werden Fehler denn gefunden? Diese Fragen müssen zum Beginn eines Projektes geklärt und kommuniziert werden.


Wie findet man Fehler?

Automatisiertes testen
Vorteile: Schnelle und zuverlässige Ergebnisse
Nachteil: Großer initialer Invest, das gefühl eines echten Geräts fehlt

Manuelles testen:
Vorteil: Geringe initiale Kosten, Agil, die menschlichen "Eindrücke" können genutzt werden
Nachteile: Hoher Aufwand für Mitarbeiter, Menschen machen Fehler

"Crowd tests" (z.B. über Plattformen wie Testbirds):
Geringe Kosten, die menschlichen "Eindrücke" können genutzt werde
Nachteil: Spezielle Zielgruppen (z.B. 70 jährige mit einem iPhone 5) sind evtl. schwierig

Schritt 2: Dokumentation
Die folgenden Fragen müssen für jeden Fehler Dokumentiert werden

  • Was: Was genau ist das Problem
  • Wo: Wo tritt das Problem auf (auf welcher Seite, in welchem Browser
  • Wann: Wann tritt das Problem auf
  • Wer: Bei wem tritt das Problem au
  • Warum: Warum denkt der meldende warum das Problem auftritt.


Schritt 3: Reproduzieren

Ein Fehler den man nicht sieht, kann man nur sehr schwer beheben. Eine ideale Schnittstelle zum Kunden (z.B. über Screenshots, Screen-Sharing, ...) mach Fehler für alle "sichtbar".


Schritt 4: Fehler beheben
Wer entscheidet das ein Fehler als behoben gilt und wer meldet diesen als behoben. Diese Frage ist ausschlaggebend für die Zufriedenheit des Kunden und muss zu beginn des Projekts geklärt und kommuniziert werden.

Content strategy is about experience, not products“

T3Con 2015 Amsterdam - Content strategy is about experience, no products

Werber und Kunden reden gerne aneinander vorbei. Aufgeklärte Konsumenten, die im Internet Bewertungen lesen, vertrauen Werbeaussagen nicht mehr. Für sie zählt das Produkt immer weniger – das Erlebnis zählt. Da immer mehr Informationen verfügbar sind, wird es immer schwieriger, die Zielgruppe in diesem Rauschen zu erreichen. Er ruft dazu auf, den Verbraucher ins Zentrum der Inhalte zu stellen, um sie wirklich zu erreichen. Im Vordergrund stehen dabei die Bedürfnisse des Nutzers, nicht die technische Umsetzung. Babak stellt ein 5-Stufen Framework vor, mit dem man relevanten Content schaffen kann.

Let's get RE.A.L. // No offers, No Contracts, No Sprints

T3CON 2015 Amsterdam - Let's get RE.A.L. - No offers, No Contracts, No Sprints

Sven Dietz von sitegeist erzählt über das beste Projekt das man je gemacht hat.

  • Wie laufen Projekte:
  • Man schreibt Angebote
  • Man schreibt Spezifikationen
  • Man streitet sich über die Aufwänd
  • Man ärgert sich über Change-Requests
  • Man diskutiert über "Das kann doch nicht so Aufwendig sein"


Warum macht man Projekte so? Ein Projekt mit einem Volument von 100.000 Euro hat mehraufwände von ca. 30% für die Verträge, Diskussionen mit dem Kunden, Planung, ... Warum?

#NoEstimates? #RawEstimates! Aber wie erkläre ich das dem Kunden

  • Keine Diskussionen im voraus: Warum soll man über Schätzung von Aufgaben diskutieren wenn man später darüber diskutiert das es zu lange gedauert hat.
  • Zahle nur bei "Zufriedenheit": Der Kunde zahlt nur für die Aufgaben mit denen er zufrieden ist.
  • Suche nach dem richtigen Kunden: Warum soll man für Kunden arbeiten die die arbeit nicht schätze
  • #RawEstimates: Der Kunde erhält einen groben Preis und eine Auflistung der Module / Funktionen
  • Vorraussagen: Der Kunde erhält regelmäßige Statusberichte. Welcher Aufwand ist angefallen, wie stehen wir.
  • Ängste nehmen: Wir fangen jetzt an, keine Angebote, keine Verträge. "Wir Überzeugen mit der Arbeit und dem Ergebnis", der Kunde zahlt nur bei gefallen.
  • Fokus auf das wesentliche: Was möchte der Kunde? Was braucht der Kunde? Es dürfen keine Funktionen gemacht werden die nicht notwendig sind.

Pecha Kucha - 20 Slides in 400 Sekunden

Sieben Agenturen präsentieren ihre Projekte im Pecha Kucha Format.

  • Thomas Heyen (sitegeist media solutions GmbH) - www.sysmex-europe.com
  • Javier Salas (anders und sehr GmbH) - www.lorch.eu
  • Patrick Broens (Freelancer) - www.tue.nl
  • Boris Hinzer (web-vision GmbH) - http://www.fliesenmax.de
  • Ingo Schmitt (Marketing Factory Consulting GmbH) - www.heimwerker.de
  • Robert Lindh (Pixelant AB) - Mehr als 400 Webseiten für Media
  • Christian Bülter (Pluswerk AG) - it-zoom.de

How the Social Intranet frees the working place

T3CON 2015 Amsterdam - How the Social Intranet frees the working place

Rio zeigt in seinem Vortrag, wie sich das Arbeitsumfeld geändert hat, beispielsweise durch Home Office und weltweit verteilten Teams, und welche Anforderungen das an Social Collaboration Intranet Plattformen stellt. Unternehmen müssen für Mitarbeiter attraktiv sein, um in Zeiten von Fachkräftemangel geeignete Mitarbeiter zu finden. Ein Weg ist, Gleitzeit und Homeoffice anzubieten. Um das zu ermöglichen, müssen die internen Systeme der Unternehmen dazu in der Lage sein. Er stellt ein Projekt vor, das er als Berater in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden geplant hat. Im Ergebnis war das wichtigste, die angezeigten Informationen zu reduzieren. Dies gilt auch für die Redakteure, die den Content bereitstellen. Das System wurde zunächst mit minimalen Möglichkeiten agil implementiert, um danach je nach Bedarf weitere Funktionen zu ergänzen. Das Learning: es kamen nur ganz wenige Wünsche auf. Beispielsweise im Texteditor wurden neben den absoluten Minimalfunktionen nur Tabellen und Aufzählungen zusätzlich gewünscht.

Case Studies

Dieses mal gibt es drei sehr interessante Case Studies zu sehen (und jede bekommt 25 Minuten :)).

  • Sven Dietz & Andreas Kräuter - Hapag-Lloyd Cruise
  • Benny Mack & Tracey Peers - Texere Publishing & TYPO3
  • Andy Kräuter & Berti Golf - BLSV

Social Media in New York

T3CON 2015 Amsterdam - Social Media in New York

Rouven Kasten (GLS Bank), seit vielen Jahren Berater für digitale Kommunikation, bekam immer wieder zu hören das die Amerikaner im Umgang mit Social Media und Online Marketing den Europäern vor allem den Deutschen um 2-4 Jahre voraus sein sollen. Als er im Mai 2014 die Gelegenheit hatte New York zu besuchen wollte er dies persönlich nachprüfen. Bereits am Flughafen JFK bemerkte er anhand einiger Plakate von Yahoo das die Uhren hier wirklich anders zu ticken scheinen. Er nahm uns mit auf eine kleine Reise durch die Stadt, zu verschiedenen Unternehmen und kulturellen Einrichtungen. Seine Beispiele machen deutlich wie verzahnt hier bereits On- und Offline Werbung funktionieren kann, wie leichtfertig man mit Daten umgeht, man dies aber gern für die Annehmlichkeiten in kauf nimmt. Die Flut von Social Media Angeboten bringt am Ende die Frage mit sich: „Ist dies alles noch Social? - Oder ist es bereits Social Spam?“. Rouven Kasten vergleicht Netzwerke wie Facebook gern mit dem privaten Vorgarten der Kunden und die Unternehmen als Störer die durch das Geranienbeet trampeln. Ober der Kunde dies toleriert und ob er in der Lage ist die Informationsflut am Ende zu filtern, konnte in der abschliessenden Diskussion erörtert werden.

[Gastbeitrag von Rouven Kasten,

Foto Copyright by Robert Lindh

]

NoDev, NoOps, NoIT: Defining Community Software

T3CON 2015 Amsterdam - NoDev, NoOps, NoIT

Drei Prinzipien für IT-Entscheidungen stellt Hussein Badakhchani vor: Keine Softwareentwicklung, kein Betrieb, keine IT. Das klingt erstmal nach Revolution. Dem liegt ein einfacher Gedanke zugrunde: Organisationen sollten nur dann selbst Software entwickeln, IT-Systeme betreiben oder überhaupt eine eigene IT haben, wenn dies direkt der Wertschöpfung dient. Er plädiert deswegen für den Einsatz von Open Source Software. Hussein betont, dass dies nur seine persönliche Meinung ist.

Management in agile, fast changing, large organizations

 T3CON 2015 Amsterdam - Management in agile, fast changing, large organizations

Wie kann man das Chaos bekämpfen? Dr. Johannes Mainusch hat dazu einige Ideen. Am Beispiel von großen Organisationen, die sehr schnell gewachsen sind hat er in seinem Vortrag auf der T3CON in Amsterdam, welche Probleme auftreten. Da sind z. B. altgediente Programmierer, die aus der Rente geholt werden, weil keiner mehr den Code pflegen kann, der damals erstellt wurde.
Daraus schließt er, dass sich IT-Unternehmen auf eins konzentrieren sollten: Veränderung. Ein Baustein ist das Deployment, es sollte das Ziel sein, in zehn Minuten ein System in die Live-Umgebung zu deployen, auf das pro Tag mehrere hunderttausend Besucher zugreifen. Wichtig sind auch unabhängige Teams, die jeweils ihren eigenen Software Stack haben. Als Methode empfiehlt er Scrum mit crossfunktionalen Teams.
Alles in allem ein interessanter und mit witzigen Anekdoten gespickter Vortrag auf der T3CON.

[Gastbeitrag von Christian Bülter]

Hot or not - who are TYPO3's competitors?

T3CON 2015 Amsterdam - Hot or not who are TYPO3's competitors

Patrick Lobacher, Vorstandsvorsitzender der Pluswerk AG, stellt verschiedene Content Management Systeme vor. Wusstest Ihr, dass 25% aller Websites weltweit mit Wordpress betrieben werden? Diese Zahlen sind beeindruckend und vermutlich für viele unerwartet. TYPO3 ist mit 1,6% aller Websites weltweit auf Platz 5 der CMS. In Deutschland beträgt der Marktanteil von TYPO3 10%, das System liegt damit auf dem dritten Platz. Wenn man nur börsennotierte Unternehmen betrachtet, die häufig besonders große Websites betreiben, beträgt der TYPO3 Marktanteil in Deutschland knapp 30%.

Über 50% der Websites werden ganz ohne CMS betrieben, so dass immer noch viel Potenzial im Markt ist. Um die Unterschiede aufzuzeigen, segmentiert Patrick den Markt nach Projektgrößen und empfiehlt folgende Einsatzmöglichkeiten für TYPO3: Bei Projektgrößen zwischen 25.000€ und 500.000€ ist das System am besten geeignet.

In Analysen von Marktforschern wie beispielsweise Gartner oder Forrester taucht TYPO3 aber nicht auf. Darin werden Systeme wie Sitecore oder der Adobe Experience Manager erwähnt. Was muss in TYPO3 integriert werden, damit es mit diesen Systemen im Wettbewerb für High-End Auftritte an Marktanteilen gewinnt? Ein wichtiges Feature: Frontend Editing für einfaches Bearbeiten von Inhalten, so wie es in Neos eingebaut ist. Viele Anbieter bieten Funktionen für das Customer Experience Management. Darunter versteht man Funktionen, die dem Besucher exakt auf ihn zugeschnittene Inhalte anbieten. Teilweise reagieren die Systeme in Echtzeit auf das Verhalten der Besucher und passen das Online Erlebnis entsprechend an. Teilweise wird das Online-Erlebnis automatisch auf die Besucher zugeschnitten, ganz ohne vorherige Anmeldung. Web analytics ist in die Systeme integriert und zeigt direkt im CMS Conversions und deren Wert an – ohne ein externes Tool zu verwenden. Die Inhalte werden gezielt so ausgeliefert, dass der Wert der Conversions maximiert wird.

Wenn TYPO3 in Zukunft an Marktanteilen gewinnen soll, müssen diese Funktionen nach und nach in das System integriert werden.

T3CON 2015 Amsterdam -TYPO3 7 - How we got here
Die Eröffnung am zweiten Konferenztag machten Benni Mack & Mathias Schreiber. In Ihrem Vortrag "TYPO3 CMS 7 - How we got here“ zeigten die beiden auf, was sie sich für TYPO3 7 vorgenommen hatten, was sie tatsächlich erreicht haben und wie sie es gemacht haben. Ziele der Entwicklung waren die Zuverlässigkeit und Qualität zu erhöhen, neue Features zu programmieren sowie die Zeit zur Implementierung von TYPO3 zu verringern. Weitere Ziele waren einfacheres Bearbeiten von Inhalten, die beispiellose Flexibilität erhalten und gleichzeitig Raum zum Wachsen zu lassen. In TYPO3 7 wurden alte Zöpfe abgeschnitten und die Codebasis konsistenter gemacht. Was wurde nun erreicht? Die Weiterentwicklung wurde von Kunden und Agenturen mit offenen Armen begrüßt. Schnell wurde das Backend überarbeitet, die Performance erhöht und die Bedienung vereinfacht. Der neue Bildeditor kam bei Kunden und Agenturen gleichermaßen gut an. Insgesamt haben 270 Entwickler zu TYPO3 7 beigetragen. Die Anzahl offener Tickets wurde um knapp 80% reduziert. TYPO3 7 LTS wird am 10. November 2015 veröffentlicht.

The future of Rich Text Editing

T3CON 2015 Amsterdam - The future of Rich Text Editing
Frederico Caldeira spricht über "Was war, was ist und was kommt" in der Bearbeitung von Inhalten. Viele von uns kennen noch die ersten Rich Text Editoren für das Web. Früher eine Revolution, waren die erzeugten Ergebnisse bei Entwicklern gefürchtet. Wie können Formatierungsinformationen und Inhalt getrennt werden? Die Antwort hierauf waren Editoren wie Sie in vielen WIKI-Systemen zum Einsatz kommen. Diese waren aus Sicht der Entwickler gut, aber aus Sicht der normalen Benutzer? Themen wie Geräte, Zugänglich- und Geschwindigkeit gerieten in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus. Das Ergebnis hieraus sind Editoren wie der Aloha Editor wie er bei NEOS zum Einsatz kommt

Und was bringt die Zukunft? Frederico ist der Meinung, dass der Content in Zukunft geräteunabhängig sein wird. Es wird Standards geben, die definieren, wie Inhalte erstellt werden. Es wird Systeme und Dienste geben, die sich um die Zusammenführung der Inhalte kümmern; in Abhängigkeit vom Benutzer, der Zeit, der Geräte, ... Systeme wie TYPO3 CMS werden die Bearbeitung der Inhalte noch weiter "integrieren". Funktionen wie "Collaborative Editing" werden integriert. Wizards im CMS werden den Redakteur Unterstützen "optimalen" Inhalt zu erstellen.

T3-Kit

T3CON 2015 Amsterdam - T3-KIT

Das T3-Kit Robert Lindh & Jozef Spisiak aus Schweden vereinfacht den Einstieg in TYPO3 für Entwickler und macht ihn schneller. T3-Kit bietet Frontend-Editing (basierend auf Aloha). Ein übersichtliches Dashboard ist integriert. Google Analytics kann damit direkt im TYPO3-Backend genutzt werden. Das T3-Kit wird nun Open Source und auf Github bereitgestellt. Eine Vagrant Maschine ist verfügbar.

Accessible TYPO3 distribution

T3CON 2015 Amsterdam - Accessible TYPO3 distribution

Jo Hasenau kündigt an, Budget für ein TYPO3 Package zu beantragen, dass alle Anforderungen vereint: Responsive Design, Barrierefreiheit und vieles mehr. 2016 soll es losgehen.

Technical view on content strategy

T3CON 2015 Amsterdam - Technical view on content strategy

Content Strategien und wie sie von einem CMS unterstützt werden können ist das Thema des Talks von Christian Müller. Vorgestellt wurden Funktionen, die so heute noch nicht in TYPO3 oder Neos vorhanden sind und den Content Strategie Prozess unterstützen. Die meisten der Vorschläge sind relativ einfach umzusetzen, da die Daten dazu teilweise sowieso im CMS vorhanden sind. Vorgestellte Ideen:

  • So kann die Seitenstruktur direkt aus dem CMS ausgegeben werden, um bei einem Relaunch oder einer Weiterentwicklung davon wegzuarbeiten.
  • Eine Funktion um Seiten mit Metainformationen anzureichern ist sehr praktisch, um Steckbriefe zu jeder jeder Seite zu generieren (beispielsweise „Das ist eine Produktseite“ oder „Das ist ein Linkbait“ etc.)
  • Die Guidelines für Redakteure können ebenfalls direkt in TYPO3 untergebracht werden und stehen auf einen Klick genau dann zur Verfügung, wenn man sie braucht.
  • Content, der regelmäßig überarbeitet werden muss, wird mit Datum versehen und taucht automatisch in der ToDo Liste auf.
  • Hinweise auf Content, der in einer anderen Sprache geändert wurde.
  • Bilder können automatisch auf verschiedene Formate umgerechnet werden. Allerdings funktioniert das heute nicht bei allen Bildinhalten optimal.
  • Eine Funktion um Notizen zum Content hinzuzufügen (analog zu PDF-Kommentaren) böte hilfreiche Metainformationen.

T3CON 2015 Amsterdam - Semantic Annotations within TYPO3 CMS

T3CON 2015 Amsterdam - Semantic Annotations within TYPO3 CMS

Johannes Goslar von DKD spricht über das ForgetIT Projekt, ein EU Forschungsprojekt und Teil des "Seven Framework Programme". Es versucht Nutzer beim Umgang mit großen Datenmengen zu unterstützen und dies in TYPO3 zu integrieren. Grundlegend geschieht dies über:

  • Managed Forgetting: Es gibt einen Prozess der das "Vergessen" einleitet
  • Synergetic Preservation: Es gibt zwei Systeme. Ein "Aktives" und ein "Archiv"
  • Contextualised Remembering: Metadaten zu einem Dokument werden gespeichert


Über Erweiterungen können Inhalte mit Daten erweitert werden um diese mit einem "Knowledge Graph" im ForgetIT zu verbinden. Über die hierdurch erhaltenen Informationen kann z.B. das "Vergessen" gesteuert werden.

How to get your web site ready for the future - web interoperability

T3CON 2015 Amsterdam - How to get your website ready for the future - web interoperability

In Maltes Vortrag ging es um Websites und Web-Anwendungen und wie man sie für verschiedene Geräte und Browser fit macht. Ausgerechnet Browser-Weichen sorgen häufig dafür, dass Websites nicht richtig dargestellt. Wenn Browser-Updates veröffentlicht werden, beispielsweise der neue Edge-Browser, funktionieren die Weichen nicht mehr so wie ursprünglich geplant. Genau da können die Browser Hersteller unterstützen: Ein Ansatz zur Behebung ist es, CSS-Prefixes anderer Browser (z.B: Webkit) zusätzlich zu den Standards zu unterstützen. Außerdem meldet sich der Microsoft Browser seit Windows 8.1 mit einem anderen user agent String, so dass Websites mit user agent detection richtig reagieren. Der neue Edge-Browser gibt sich sogar als Chrome aus, um die Kompatibilität zu erhöhen. Malte empfiehlt, ganz von der Browser Detection wegzugehen und statt dessen Features abzufragen. Mit http://caniuse.com kann man einfach herausfinden, welche Features von welchen Browsern unterstützt werden. Ein Tool, mit dem Entwickler Browser-Features abfragen können, ist https://modernizr.com. Für den Aufruf, alte Versionen von Browsern nicht mehr zu unterstützen, erntete Malte Applaus. Applaus gibt es auch für die Ankündigung, in Edge kein ActiveX mehr zu unterstützen. Microsofts Focus für den Edge Browser ist nun Interoperabilität. Dazu wird Microsoft die offiziell verabschiedeten Standards umsetzen als auch Techniken, die noch nicht standardisiert sind, aber weit verbreitet sind. Den Abschluss bildet die Roadmap für den Edge Browser: ab Januar 2016 wird nur noch Edge bzw. Internet Explorer 11 weiterentwickelt. Microsoft wird seine Kunden dazu aufrufen, alte Browser nicht mehr einzusetzen.

Fazit

Es war wie immer eine spannende Konferenz mit sehr vielen interessanten Themen. Aus unserer Sicht ist die T3CON aber vor allem ein Treffen von gleichgesinnten und Freunden die gemeinsam ein Ziel haben; TYPO3 besser zu machen! Wir freuen uns auf die T3CON 2016 in München.

Für alle die noch nicht genug gelesen haben hat Jochen Weiland einen schönen Rückblick geschrieben.