T3CON 2014 Berlin
Oct 08 2014

T3CON 2014 Berlin

T3CON 2014 Berlin

anders und sehr, Internetagentur Stuttgart, war auf der TYPO3 Conference 2014 in Berlin und hat Live von dort berichtet. Es gab viele interessante Vorträge und Ankündigungen über die Pläne und Ziele für TYPO3 CMS und TYPO3 NEOS. Viel Spaß beim Lesen!

Inhalt:

Und es geht los - der erste Tag auf der T3CON 2014

Die T3CON 2014 in Berlin beginnt mit der Anmoderation von Robert Zierhofer (Geschäftsführer Onedrop Solutions aus Neutraubling) und Javier Salas (Geschäftsführer der TYPO3 Agentur anders und sehr aus Stuttgart). Wir freuen uns auf eine spannende Konferenz!

T3CON 2014 Berlin - anders und sehr moderiert

Keynote

Kaspar Skarhoj berichtet in seiner Keynote wie TYPO3 ursprünglich entstanden ist. Unter anderem zeigte er wie TYPO3 1997 bedient wurde. Im Jahr 2000 veröffentlichte er TYPO3 als OpenSource Software unter der GPL. In seinem Vortrag ging er auf seine persönliche Motivation ein TYPO3 zu veröffentlichen.

T3CON 2014 Berlin - Keynote von Kaspar Skarhoj

Everyone who embraces responsive web design is stupid

Ric van Westhrreenen wählte bewusst einen sehr provokativen Titel für seinen Vortrag. Er stellte zu Beginn die Frage, ob Websites für Geräte oder für Menschen gemacht werden. Die Antwort könnt Ihr Euch denken.

Er plädiert dafür, responsive Design nicht einfach so zu gestalten, dass die Website sich dem Gerät anpasst. Viel wichtiger sei es, das Design so anzulegen, dass die Conversions optimiert werden. Gleichzeitig soll auf die Situation des Benutzers Rücksicht genommen werden. Beispielsweise soll bei langsamen Verbindungen automatisch ein reduziertes Interface angeboten werden, das schneller lädt. Auf kleinen Screens sollten die wichtigen Informationen (z.B. eine Telefonnummer) weit oben angezeigt werden. Damit würde das Erlebnis des Benutzers bei schwacher Datenverbindung deutlich verbessert. Responsive Webdesign kann seiner Meinung nach diese Anforderungen nicht erfüllen. Der Ansatz, auf allen Geräten alle Informationen anzuzeigen, verbessert die Bedienung z.B. auf Smartphones nicht. Konkrete Lösungsansätze haben wir in dem Vortrag aber vermisst.

T3CON 2014 Berlin - Anyone who embraces responsive webdesign is stupid

Amplifying content marketing with video

Der Vortrag von Cassandra Zuffante richtete sich vor allem an Enterprise Kunden, die Wege suchen, um Besucher länger auf Websites zu halten und die Conversions zu optimieren. Das Unternehmen brightcove bietet dazu eine Videoplattform an, die gegenüber Youtube weitgehende Anpassungsmöglichkeiten bietet. Der Videoplayer kann beispielsweise frei gestaltet werden und bietet Interaktionen an. Interessant für Agenturen, die Konzerne und Großunternehmen als Kunden haben. Insgesamt war der Vortrag zu werblich, die Plattform als solche aber für die genannten Zielgruppen sehr interessant.

T3CON 2014 Berlin - Amplifying content marketing with video

Studys in a cube: International & Regional: BIBUS TYPO3 CMS / Cefetra / Famly.dk

Patrick Daxboeck spricht über den Relaunch der Bibus GmbH. Er spricht über den Projektstart im Jahr 2005 und wie das Projekt 2011 fast gescheitert wäre. Der Vortrag behandelt die Probleme, die es bis 2011 gab und wie man ein großes internationales Projekt durch Korrekturen zur Zufriedenheit des Kunden abschließen und weiterführen kann.

T3CON 2014 Berlin - Studys in a cube - Bibus

Rogier Hosman übernimmt das Mikro und beginnt über Cefetra zu erzählen. Cefetra unterstützt das "Supply Chain Management" für Unternehmen aus dem Bereich der Landwirtschaftlichen Güter, Nahrungsmittel und Kraftstoffe weltweit. Eine der größten Herausforderungen bestand in der Hochverfügbarkeit und der Sicherheit für die weltweit genutzte Handelsplattform unter Zugriff auf IBM DB2. Ein wirklich spannendes Projekt, das zeigt welches Potential in TYPO3 steckt, wenn es darum, geht Daten aus verschiedenen Quellen für den Kunden bereitzustellen.

T3CON 2014 Berlin - Studys in a cube - Cefetra

Der letzte Redner des Vortrags betritt die Bühne. Henrik Møller Rasmussen entwickelte aus einer persönlichen Anforderung heraus die Plattform Famly.dk. Seine Tochter kam im Jahr 2013 in die Kindertagesstätte und er wollte eine Lösung schaffen, um die Kommunikation zwischen Eltern, Kindern und Mitarbeitern der Einrichtungen zu vereinfachen.

Henrik spricht viel mit den Mitarbeitern und Eltern um die wirklich wichtigen Funktionen zu identifizieren. Mit einer 6-monatigen Testphase gewinnt er erste Kunden und kann das Produkt im Markt einführen und verbessern. Als technische Grundlage für die Plattform entschied Henrik sich für FLOW.

Mittlerweile ist Famly bei 50 Einrichtungen im Einsatz und wird derzeit ins Englische übersetzt.

T3CON 2014 Berlin - Studys in a cube - Famly

Innovate like you mean it

Um disruptive Innovationen ging es im Vortrag von Clemens Prerovsky. Disruptive Innovationen sind neue Produkte oder Services, die einen Markt komplett umkrempeln. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich das iPhone von Apple, das Nokia und Blackberry in arge Bedrängnis brachte. Wie bringt man nun Innovation in ein Unternehmen? Die Lösung kann nicht lauten, ein paar Leute in einen Raum zu sperren und zu fordern: „Seid innovativ!“. Clemens liefert in seinem Vortrag Vorschläge, wie man in einem Unternehmen die Innovationskultur fördern kann. Er empfiehlt, Innovationen in Startups auszulagern, denn disruptive Innovationen sind eine Gefahr für bestehende Geschäftsmodelle im Unternehmen. Neue Produkte sollten so schnell wie möglich an den Start gebracht werden - O-Ton: wenn man sich gerade nicht mehr schämt, dann live gehen! Das Ziel: Früh Feedback von der Zielgruppe erhalten und das Produkt so nach und nach verbessern. Mit diesem Vorgehen kann man etablierte (und meist langsame) Player am Markt quasi rechts überholen.

T3CON 2014 Berlin - Innovate like you mean it

Build digital relationships with TYPO3 Neos

Rasmus ist für die User Experience von TYPO3 Neos verantwortlich. In seinem klasse aufbereiteten Vortrag zeigt er, wie er an die Benutzeroberfläche von TYPO3 Neos herangeht. Das Ziel ist, ein System für stark personalisierte Websites zu schaffen (O-Ton: „We suck at personalisation!“) und für den Benutzer relevante Informationen an der richtigen Stelle anzuzeigen. Kernstück für Redakteure ist das in-place editing von TYPO3 Neos, das er anhand der Website der liberalen dänischen Partei vorstellt. Die Website ist ein sehr komplexes Neos-Projekt und zeigt, was derzeit möglich ist. In der Zukunft werden beispielsweise bei der Erstellung neuer Inhalte die letzten ähnlichen Beiträge der Website angezeigt. Der Redakteur kann gleich sehen, wie sich die Inhalte verhändern. TYPO3 Neos wird in der Lage sein, Content für viele Plattformen (Apps, Social Media, …) zu managen, um den Besuchern einer Website ein besseres Erlebnis zu bieten.

T3CON 2014 Berlin - Build digital relationships with TYPO3 Neos

Studys in a cube: Technic & Business

Ingo Schmitt erzählt über das Projekt wolfcraft, das 1997 begann und 2012 den letzten Relaunch mit TYPO3 erlebte. Das Projekt umfasst neben der Umsetzung mit TYPO3 eine Schnittstelle zu VIAMEIDICI als PIM. Zwei Jahre später gab es die Anforderung einer mobilen Seite (Responsive Design). Da der Inhalt und die Seitenstruktur bereits vorhanden war, wurden alle Layouts für die mobile Version als HTML-Prototypen und ohne die Nutzung von Photoshop zur Freigabe an den Kunden übergeben. Hierdurch konnte zum einen der Aufwand der Layouterstellung reduziert, zum anderen konnten die bereits vorhandenen Inhalte direkt geprüft werden.

Ein Design, ein Mater, ein System, über 120 Satelliten. Sebastian Spill erzählt über das Projekt Creditreform. Wie geht man mit identischen, eigenständigen oder optionalen Inhalten um? Die umgesetzte Lösung wurde in einer Demo präsentiert und sieht sehr spannend aus. Sobald die Erweiterung mit TYPO3 6.2 kompatibel ist, wird sie im TER veröffentlicht.

T3CON 2014 Berlin - Studys in a cube - Creditreform

Aske Ertmann zeigt wie die Seite der Partei VENSTRES mit NEOS gelauncht wurde. Das Projekt selbst ist mit 1500 Stunden nicht gerade als "klein" zu bezeichnen. Unter anderem wurden Funktionen wie:

  • Mitgliederbereich mit Webservice-Integration 
  • News mit Tagging-Funktion 
  • SocialMedia Integration 
  • Workspaces 

implementiert. In einem Video sah das Ergebnis durchaus "produktivtauglich" aus. Wir sind schon gespannt, ab wann wir NEOS bei einem Kunden einsetzen.

T3CON 2014 Berlin - Studys in a cube - VENSTRES

We are doing it wrong

Ein sehr povokativer Titel: "We are doing it wrong.“ Robert präsentiert gerne Themen, die auf den ersten Blick unmöglich klingen, bei näherer Betrachtung aber machbar sind. Was genau machen wir falsch? Neue Technologien setzen sich immer schneller durch. So dauerte es 40 Jahre, bis der Geschirrspüler verbreitet war. Bei Tablets hat es gerade mal drei Jahre gedauert. Während ein Geschäftsmodell basierend auf Geschirrspülern auf 40 Jahre ausgelegt werden konnte, muss dies bei Tablets eher für drei Jahre geplant werden. Das Business muss sich diesen schnellen Geschwindigkeiten anpassen. Robert stellt nun verschiedene Gedanken vor, um dies zu erreichen:

  • Software ist nicht mit einem Hausbau vergleichbar, die Metapher ist falsch. Während es beim Hausbau schwierig bis unmöglich ist, nachträglich die Elektroinstallation auszutauschen, ist dies bei Software möglich, weil es bei Software keine physischen Grenzen gibt. 
  • Die Humanressourcen sollten besser geplant werden. Interessanter Gedanke: je weniger die Ressourcen beansprucht werden, desto so niedriger die Reaktionszeit. Wo bleibt aber der Umsatz? Die Gehälter müssen schließlich bezahlt werden. Reduzierte Reaktionszeiten bedeuten, dass Funktionen schneller live sind und damit einen Mehrwert für den Kunden darstellen 
  • Unproduktive Tätigkeiten (Wartezeiten, Abstimmungen, …) müssen auf jeden Fall vermieden werden -> One piece continuous flow 
  • Ein Projekt, das in Time, Budget und Qualität realisiert wurde, muss als gescheitert gelten. Begründung: wenn ein Projekt fertig ist, genau so, wie es vor einem Jahr geplant wurde, dann bedeutet es, dass während des gesamten Projekts nichts gelernt wurde. 

Insgesamt ein toller Vortrag mit sehr interessanten Inhalten, die sehr gut aufbereitet und präsentiert wurden.

T3CON 2014 Berlin - We are doing it wrong

The key to success: Generating relevance for TYPO3 NEOS

Patrick stellt eine Gartner Studie vor, die TYPO3 als Herausforderer für Enterprise CMS von z.B. Adobe sieht. In seinem Vortrag geht es um die Frage, wie mehr Aufmerksamkeit für TYPO3 Neos erzeugt werden kann, damit aus dem Herausforderer der Marktführer wird. Beim TYPO3 CMS sind pro Installation im Schnitt 20 Extensions installiert. Es braucht ein NER, ein Neos Extension Repository, damit die Einbindung von Extensions bei Neos einfacher wird. Der aktuelle Zustand (Github) ist nicht einfach zu nutzen.

Dokumentation und Veröffentlichungen, als Beispiel nennt Patrick das TYPO3 Neos Kompendium oder die Website learn-neos.com.

  • Ein Weg ist seiner Meinung nach, wenn hinter TYPO3 Neos ein Unternehmen stünde, mit CEO, Evangelisten etc. Das ist im Opensource Bereich eine Herausforderung, wie er richtig anmerkt. Auf diesem Weg könnte die Entwicklungsgeschwindigkeit erhöht werden und eventuell Venture Capital gewonnen werden. 
  • Die Einstiegshürden für Entwickler reduzieren. Damit soll der Erstkontakt mit TYPO3 Neos möglichst einfach sein und erfolgreich verlaufen. Ein erster Schritt wäre ein stabil laufender Installer, der die Software zuverlässig installiert. 
  • TYPO3 Neos muss möglichst viele Schnittstellen für die Integration bieten, z.B. Magento. 
  • Eine Vision und ein Mission Statement für TYPO3 Neos muss formuliert werden, zusammen mit einer klaren Darstellung der USPs. 
  • Alle Neos Referenzen zeigen: Aktuell sind über 50 Neos Projekte online, aber viele Entscheider wissen das nicht.
T3CON 2014 Berlin - Generating relevance for TYPO3 NEOS - Patrick Lobacher

Tag 2 beginnt - Keynote

„What is wrong with content management?“, mit dieser Tagline hat Morton Gade die Keynote begonnen. Seine These: Um den Content besser zu machen, brauchen wir Werkzeuge, die Kreativität fördern (statt nur Inhalte zu verwalten). Morton stellt Ansätze vor, um das zu erreichen.

  • Streicht aus Content Management System das Wort Management: Content System oder Creativity System. Dies würde dem Begriff eine neue Bedeutung geben, die mehr auf die Qualität des Contents Wert legt statt auf die Verwaltung. 
  • Content Systeme müssen mehr den Prozess zur Erzeugung von Inhalten in den Fokus nehmen statt die technische Veröffentlichung. Dabei stellt er „Write or die“ vor, das den Autor beim Schreiben des Textes unterstützt, z.B. durch einen Countdown bei Texten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein müssen. 
  • Die Content Systeme müssen sich der Organisation der Content Produzenten anpassen und sich beispielsweise deren Kultur und Kommunikationsstil zu eigen machen. So hat eine B2B-Website andere Anforderungen als die einer NGO, die wiederum von einer Behörde deutlich abweichen werden. Heute werden die Anforderungen in den Funktionsumfang eines CMS "gepresst". 
  • Die Technologie sollte weiterhin die Kreativität inspirieren. Dazu zeigt er ein Beispiel der Washington Post, die ein Netzwerk von Firmen, die für die US-Regierung arbeiten, sehr schön visualisiert haben
T3CON 2014 Berlin - Tag 2 - Keynote

Sourcing TYPO3 Skills Trends 2014

TYPO3 braucht mehr "Führung" - diese Aussage machen Dominik Stankowski und Jon Bowers. Zur Untermauerung ihrer Aussage zeigen sie Ergebnisse Ihrer Marktanalysen im Zeitraum von 2010 bis 2014. Während des Vortrags wird darauf eingegangen, warum Unternehmen Outsourcing in die Unternehmensstrategie aufnehmen sollten und wie dies der weltweiten Verbreitung von TYPO3 helfen würde.

T3CON 2014 Berlin - Sourcing TYPO3 skills trends 2014

A love affair: CMIS & TYPO3 CMS

Viele Portale kommen mittlerweile nicht mehr mit einem System aus. Die Anforderungen lassen sich häufig nicht mehr mit einem System abdecken, so dass häufig beispielsweise Sharepoint, Alfresco und/oder Magnolia zusammen mit TYPO3 zum Einsatz kommen. CMIS ist ein Standard, um strukturierte Inhalte zwischen den Systemen auszutauschen. Er erlaubt es, mit einer Applikation (z.B. TYPO3) zu arbeiten und auf Inhalte in anderen Systemen zuzugreifen. Die Inhalte können dabei strukturiert sein, beispielsweise kann ein Objekt vom Typ „News“ andere Objekte vom Typ „Kategorie“ referenzieren. Der Datenaustausch findet dabei über HTTP statt. Einzelne Objekte können dabei bis zu 2GB groß sein. Für TYPO3 gibt es mehrere CMIS-Extensions, die aber seit Jahren nicht gepflegt werden. Schnittstellen gibt es aktuell unter anderem für WebDAV, Amazon S3, Dropbox, FTP, flickr und viele weitere. Eine Extension für TYPO3 Neos ist in der Mache.

T3CON 2014 Berlin - A love affair: CMIS & TYPO3 CMS

Web developement. past, present, future

Mit "Also sprach Zarathustra" - den meisten bekannt aus 2001: Odyssee im Weltraum - beginnt Christian Müller seinen Vortrag.
Er geht kurz auf die ersten Gehversuche der Webwelt ein und mit was man sich in der Mitte der 90er befassen musste.
 20 Jahre später haben sich die Rollen geändert. Für die Entwicklung wird immer mehr Fachwissen auf mehr Wissensgebieten gefordert.

  • "Mobile first" bzw. Darstellung des Inhalts auf verschiedensten Geräten 
  • Semantisches Web 
  • Verteilte, spezialisierte Systeme 

Und was sind die Themen der Zukunft? Leider ist auch Christian kein Hellseher.

  • In der Entwicklung wird es mehr und mehr auf die Spezialisierung ankommen 
  • Die Kommunikation der "Spezialisten" untereinander wird komplexer 
  • Virtual Reality 
  • Unterstützung von Wearables 

Wir werden es bei der T3CON 2030 sehen :)

T3CON 2014 Berlin - Web developement - Past, present, future

TYPO3 CMS in the Microsoft Azure Cloud

TYPO3 auf einer Cloud zu hosten spart Zeit beim Setup der Server und bietet Vorteile wie beispielsweise Skalierbarkeit. Johannes stellt ein fertiges TYPO3 Installier Paket für die Microsoft Cloud Azure vor. Das Paket kann auf der kostenlosen Version von Azure installiert werden, allerdings kratzt man dann bereits am Storagelimit von 20MB.

T3CON 2014 Berlin - TYPO3 CMS in the Microsoft Azure cloud

PHP and Go - A success story

Jan Halfar behandelt in seinem Vortrag die unterschiede von PHP und Go. Wie Unterscheiden sich die beiden Sprachen in der Entwicklung, wie werden Projekte ausgeliefert, sprich: Wo liegen die Stärken und Schwächen? Jan will jeden Entwickler ermutigen, nicht alle Probleme mit PHP zu lösen. Go (als Beispiel) bietet für bestimmte Problemstellungen Vorteile, die man nutzen sollte. Fazit: Ein Projekt muss nicht nur mit einer Programmiersprache umgesetzt werden!

T3CON 2014 Berlin - PHP and Go - A success story

Storytelling, Storyselling: Weaving Content Into Commerce

Dieser Vortrag warf einen Blick auf diejenigen, die im Mittelpunkt jeder Website stehen: die Menschen. Wie erreicht man die Menschen besser durch Storytelling? Gutes Storytelling zeichnet sich dadurch aus, dass die Zielgruppe emotional angesprochen wird und einzelne Aspekte der Personen berührt werden. Das First kiss Video ist dafür ein gutes Beispiel. Seine These: Marken müssen eigene, einzigartige Inhalte produzieren, die speziell für die Zielgruppe aufbereitet werden. So produzierte beispielsweise John Deere, der amerikanische Traktorhersteller, bereits 1895 ein eigenes Kundenmagazin, das sich speziell an Farmen richtete. Um die eigene Story zu finden, muss ein Unternehmen die Frage nach dem "Warum" beantworten. Warum soll es gemacht werden, welche Ziele sollen erreicht werden. Die Entwicklung einer Story ist daher eine hochgradig individuelle Aufgabe. Gleichzeitig muss diese unterhaltsam sowie lehrreich sein und in den sozialen Medien funktionieren. Niemals darf man dabei die Unternehmensziele aus den Augen verlieren. Die Erreichung der Ziele muss kontinuierlich gemessen werden. Dann kann festgestellt werden, ob die Story für die Erreichung strategischer Ziele richtig gewählt wurde. Als Bespiele für gutes Storytelling nannte Timour Apple (Überraschung!) und Kraft Foods

Why needs CMS a fundamental shift

In der Mitte des Vortrags macht Alain Veuve die Aussage "Traditional content is dead", was man vermutlich auch als Grundlage seines Vortragstitels deuten kann.
Das Internet ist in den letzten 20 Jahren zu einem alltäglichen Medium geworden. Wegen der steigenden Wichtigkeit dieses Mediums sind die CMS-Systeme entstanden. Diese bieten

  • Geringe kosten 
  • Schnelle Reaktionszeiten 
  • Bessere Webseiten 

Die steigende Zahl der mobilen Zugriffe hat den Markt aber massiv verändert. Die Reaktion auf das veränderte Nutzungsverhalten sind Responsive Designs. Allerdings zeigen diese lediglich den gleichen Inhalt in einem anderen Layout. Dies entspricht aber häufig nicht dem Nutzungsverhalten. Alain sieht die folgenden notwendigen Änderungen:

  • "Remove the C in CMS" - Inhalte müssen automatisch aus verschiedenen Quellen kommen 
  • Keine Anpassungen mehr ohne den Blick auf das "große Ganze" 
  • Fokus auf die Endbenutzer und deren Probleme 
  • Aim for disruption
T3CON 2014 Berlin - Why needs CMS a fundamental shift

iBeacon - Using TYPO3 to manage iBeacon sensor grids and app content

Mit iBeacons kann man Smartphones (oder allgemeiner gesprochen allen Geräten) mitteilen, wo genau sie sich befinden. Ein iBeacon sendet über den Standard Bluetooth Low Energie (BLE) eine ID an Geräte in der Nähe, so dass diese gezielt Information passend zum Standort anzeigen oder Aktionen auslösen können. iBeacon Sender sind nur so groß wie ein 5 Cent Stück und laufen mit einer Knopfzelle mehrere Monate. Die gewonnenen Standortinformationen sind auf rund 2 Meter genau und können z.B. für Indoor Navigationssysteme verwendet werden. TYPO3 kann verwendet werden, um die iBeacons zu verwalten. Die Inhalte, die in der Nähe der iBeacons ausgespielt werden, sind ebenfalls in TYPO3 gespeichert. Ein Anwendungsbeispiel war die iPad-App eines Maschinenherstellers. Die App wird auf Messen verwendet, um Kunden und Interessenten Informationen zu der Maschine zu zeigen, an der sie gerade stehen. Dies ist für Kunden komfortabler als QR-Codes, da die Kunden nicht aktiv etwas scannen müssen. 

T3CON 2014 Berlin - iBeacon - Using TYPO3 to manage iBeacon sensor grids and app content

Working with Atomic Design

Berit Hlubek stellt das Konzept des Atomic Design vor. Dieses sieht vor, dass die Komponenten eines Web-Projekts in die kleinstmöglichen Einheiten zerlegt werden. Später werden aus den kleinen "Atomen" größere "Moleküle" bis am Schluss die fertige Seite fertiggestellt wird.
Der Freigabeprozess erfolgt hier bereits auf Ebene der Atome und Moleküle, so dass man sehr früh mit der Umsetzung beginnen kann und schnell sichtbare Ergebnisse erhält. Um im laufenden Prozess nicht den Überblick über die "Atome" zu verlieren, hilft PatternLab. Hier können die einzelnen Atome verwaltet und getestet werden. Schön, die Vorteile zeigt Berit direkt an einer Demo ihres eigenen Projekts.

T3CON 2014 Berlin - The future of TYPO3

The Future of TYPO3: One Brand - Two Products - Multiple Platforms?

"One brand, two products, multiple platforms“, so der Titel des Vortrags von Markus Timtner. 62% aller Websites sind nach wie vor ohne CMS realisiert. Bei den CMS ist Wordpress das am meisten verbreitete System für kleine Websites. In Deutschland ist TYPO3 der unangefochtene Marktführer. Allerdings hat die Kommunikationsstrategie rund um TYPO3 CMS und TYPO3 Neos einige Kunden verunsichert. Markus stellt nun Ansätze vor, wie das besser gemacht werden kann und beide Produkte voneinander profitieren können.

  • TYPO3 CMS sollte die Usability von Neos übernehmen 
  • Neos sollte die Enterprise Tauglichkeit von TYPO3 erben 
  • Multiplattform: Beide Systeme müssen in Zukunft auch mit einem Tablet oder Smartphone zu bedienen sein 
  • CMS müssen dreidimensional werden, um beispielsweise VR Brillen anzusteuern und sich in einem 3D Internet zu bewegen 
  • Das 3D Internet basiert auf "Node trees", und genau so werden bereits heute Inhalte in TYPO3 verwaltet
T3CON 2014 Berlin - The future of TYPO3

What's next for TYPO3 CMS?

Was Benni Mack erzählt, gehört sicherlich zum spannendsten Thema des zweiten Tages. Wie geht es weiter mit TYPO3? Hierzu haben wir einen eigenen Beitrag geschrieben. TYPO3 CMS 7 - Das bringt die nächste Version von TYPO3 CMS

T3CON 2014 Berlin - TYPO3 CMS - What's next

Neos - Past, Present and Future

Das nächste TYPO3 Neos release wird die Versionsnummer 1.2 tragen. Das wichtigste Feature, neben der verbesserten Stabilität, sind die Content Dimensions, die u.a. auch zur Übersetzung von Inhalten genutzt werden können.

Robert Lemke erläutert, welche Hürden es derzeit beim Einsatz von TYPO3 NEOS gibt und weiß natürlich auch, dass es nicht für alle Projekte geeignet ist:

  • Vorurteil: Neos ist zu kompliziert 
  • Vorurteil: Neos ist zu teuer 
  • Vorurteil: Ich benötige Extension XY. Diese werden in TYPO3 NEOS häufig gar nicht benötigt, da die Funktionalität bereits im Kern enthalten ist 

Robert ging in seinem Vortrag auf die Herausforderungen von wachsenden OpenSource Software Projekten ein. Viele fragen sich, warum die Entwicklung von TYPO3 Neos trotz Funding durch die Association so lange dauert. Der Start von TYPO3 ab 2000 war einfacher, weil der Markt für CMS nicht so gesättigt war wie heute. Gleichzeitig war das Team viel kleiner und agiler als die TYPO3 Community heute. Das Projekt Neos ist dabei ungleich komplexer als TYPO3. OSS ist ein öffentliches Gut. Dabei bleibt es nicht aus, dass einige die Software nur benutzen, der Community aber nichts zurückgeben. Auf das Verhältnis von free riders / contributors kommt es an. In Zukunft soll ein System von Belohnungen die Mitarbeit fördern. Aktuell fließen 100.000€ in die Neos Core Entwicklung – jeden Monat. Das ist vielen nicht bekannt und soll in Zukunft besser kommuniziert werden.

Natürlich geht die Planung auch weiter, so dass die nachfolgenden Features für die Version 1.3 geplant sind:

  • Weitere Verbesserung der Stabilität
  • Vereinfachen der Installation
  • Leichterer Einstieg
  • Dokumentation

Und weiter in der Zukunft... die Planung für Version 2.0 von TYPO3 NEOS:

  • REST 
  • Übersetztes Backend 
  • Benutzerrechte (ACL) 
  • Veröffentlichungs-Workflow
T3CON 2014 Berlin - Neos - Past, present and future

Der letzte Tag beginnt - Beyond the Hype: The role of big data in a digital future

Viktor Mayer-Schönberger spricht über „Alles, was Sie zu Big Data wissen wollten, aber nie zu fragen wagten.“ Er erläuterte, wie Amazon die „Kunden, die dieses Produkt kauften, kauften auch..“ Empfehlungen ermittelt und dass Amazon über 30% vom Umsatz damit macht. Wie Mobilfunkmaste als Wettersensoren verwendet werden können und warum dies gemacht wird. Warum Google das Unternehmen Nest für Milliarden Dollar kauft, ... Wusstet ihr, dass in 30 US-Bundesstaaten die Entscheidung über eine Bewährung von Strafgefangenen von Big Data Anwendungen getroffen wird? Unsere klare Empfehlung: Wenn Ihr die Gelegenheit habt einen Vortrag von Viktor Mayer-Schönberger mitzuerleben – nehmt sie wahr!

T3CON 2014 Berlin - Beyond the Hype: The role of big data in a digital future

Play to innovate

Ben, der Community Manager von TYPO3, sprach in seinem Vortrag über spielerische Innovation. Die Message war:

„Viele Menschen haben Hemmungen, kreativ und innovativ zu sein. Schafft eine Umgebung, in der die Hemmungen fallen“.

Dies funktioniert unter anderem durch spielerische Umgebungen. Als Beispiel ließ Ben alle Teilnehmer das Gesicht des jeweiligen Sitznachbarn zeichnen, was in einer Minute eine sehr relaxt, lustige und spielerische Atmosphäre schaffte.

T3CON 2014 Berlin - Play to innovate

TYPO3 for universities

Doris Leonhardt und Martin Huber zeigen anhand eines Projekts für die Technische Universität München wie TYPO3 bei Universitäten eingesetzt werden kann. Der Vortrag beginnt mit einer Marktanalyse, welche CMS-Systeme bei den Universitäten zum Einsatz kommen. Derzeit ist TYPO3 mit 58% das führende System. Das Projekt besteht aus 409 Webseiten die auf 342 Virtuellen Servern im LRZ (Leibiz Rechenzentrum) gehostet werden. Martin und Doris erläutern welche Eigenschaften von TYPO3 relevant für die System-Entscheidung waren:

  • Skalierbares Rechtemanagement 
  • Mehrsprachigkeit 
  • Multidomain / Multi-Website tauglich 
  • Durch die volle Kontrolle über das Markup können die gesetzlichen Anforderungen der BITV erfüllt werden 
  • TYPO3 ist Lizenzkostenfrei 
  • TYPO3 benötigt keine komplizierte Hosting-Umgebung 
  • TYPO3 ermöglicht Inhalte flexibel zu strukturieren und darzustellen 
  • TYPO3 ist durch das TYPO3 Security Team sehr sicher
T3CON 2014 Berlin - TYPO3 for universities

World Cafe - the biggest Brainstorming in TYPO3 history

Die Vision: TYPO3 soll das führende CMS weltweit werden. Die ersten Schritte in diese Richtung: das größte Brainstorming in der TYPO3 Geschichte. 240 Teilnehmer aus der TYPO3 Community arbeiten parallel an verschiedenen Themen, beispielsweise „Marketing & PR“, „Veranstaltungen“ oder „Features“. Dazu wurden die Teilnehmer an insgesamt 24 Tischen zu jeweils 10 Teilnehmern platziert. An jedem Tisch wurde jeweils ein Thema behandelt. Die Ideen wurden an jedem Tisch auf einer großen Papiertischdecke festgehalten. Jeder Teilnehmer bearbeitete in drei Runden drei Themen seiner Wahl. Alle Ergebnisse werden gesammelt, dokumentiert und an die entsprechenden Arbeitsgruppen der TYPO3 Association weitergeleitet.

T3CON 2014 Berlin - World cafe

T3DUST - Distributions, usability solutions and themes for TYPO3

Bei der TYPO3 User Experience Week 2014 (T3UXW14) waren Teilnehmer aus der ganzen Welt anwesend. Von Kanada über Russland, Frankreich, die Niederlande und Deutschland wurden über 1800 Stunden geleistet. Das Ergebnis sind viele gute Ideen, die uns in den nächsten Monaten erwarten:

Verbesserung der Backend Usability:

  • Neues Layout, basierend auf Twitter Bootstrap 
  • Die Bereiche der Backend-Felder werden neu angeordnet 
  • Touch-fähiges interface im Flat Design 
  • Barrierefreie Formulare & Funktionen 
  • Das Clipboard wurde komplett überarbeitet: es ist zukünftig immer sichtbar und kopiert Inhalte statt Datensätze 
  • Besseres Interface für Kategorien, inkl. einer speziellen App App API mit reduzierter Informationsdichte und intuitiver API 
  • Wording im Backend: Es wurde eine Strategie für das Wording ausgearbeitet. Die Ansprache im Backend soll freundlicher und verständlicher werden 
  • Multi-Channel Unterstützung, um mehr als "nur" Sprachen darzustellen 
  • Workspaces mit einfacherer Bedienung und der Möglichkeit zur Bearbeitung der Inhalte in Teams Revisionshistorie mit neuer Darstellung der Timeline und verständlicher Bedienung 

Distributions und Themes:

  • Einfacheres Introduction package mit neuem Getting startet Tutorial und neuen Manuals 
  • Guided Tour Extension mit einem Schnelldurchlauf 
  • Theme Packages 

Die nächste TYPO3 User Experience Week soll im April 2015 stattfinden.

T3DUST - Distributions, usability solutions and themes for TYPO3